Satzung2018-11-05T15:37:30+00:00

Satzung

Stand: März 2014

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen Bundesvereinigung Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler e.V. (Verein zur Förderung der Beratung und Betreuung Jugendlicher und Erwachsener mit angeborenem Herzfehler). Die Abkürzung lautet BV JEMAH e.V..

(2) Das Logo des Vereins sieht wie folgt aus:

(3) Der Verein hat seinen Sitz und Geschäftsstand in Hannover.

(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck, Aufgabe, Gemeinnützigkeit

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Beratung und Betreuung Jugendlicher und Erwachsener mit angeborener bzw. in der Kindheit erworbener Herzerkrankung.

(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch

a) Information der Betroffenen über alle Erscheinungsformen und Folgezustände von angeborenen oder im Kindesalter erworbenen Herzkrankheiten, sowie deren Beratung und Aufklärung durch Erfahrungsaustausch, Vorträge und andere dafür geeignete Mittel, einschließlich der Anleitung zur Selbsthilfe.

b) Förderung der sozialen Kontakte der Betroffenen und ihrer Familien untereinander.

c) Unterstützung bestehender und neu einzurichtender JEMAH-Praxen, JEMAH-Ambulanzen und JEMAH-Zentren. Eine solche Unterstützung soll auch für den wissenschaftlichen Bereich gelten.

d) Unterstützung der Fortbildung von Kardiologen und pädiatrischen Kardiologen zum „JEMAHArzt“.

e) Die Übernahme der Gesch.ftsführung von gemeinnützigen Stiftungen, deren Zielsetzung dem Vereinszweck und den Aufgaben des JEMAH e.V. entsprechen.

f) Interessenvertretung gegenüber politischen und beruflichen Institutionen.

(3) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie wirtschaftliche Zwecke.

(4) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

(5) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die EMAH-Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie oder an deren Rechtsnachfolgerin, die das Vermögen unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 3 Mitgliedschaft

(1) Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person mit einem angeborenem oder im Kindesalter erworbenem Herzfehler nach Vollendung des 16. Lebensjahres werden.

(2) Fördermitglied des Vereins kann jede natürliche Person und jede juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts werden. Fördermitglieder haben in der Mitgliederversammlung kein Stimmrecht.

(3) Auf Vorschlag des Vorstands kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder auf Lebenszeit benennen. Ehrenmitglieder haben in der Mitgliederversammlung kein Stimmrecht.

(4) Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft und der Fördermitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand gerichtet werden soll. Bei beschränkt Geschäftsfähigen, insbesondere Minderjährigen, ist der Antrag auch von dem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Dieser verpflichtet sich damit zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge bzw. Fördermitgliedsbeiträge für den beschränkt Geschäftsfähigen.

(5) Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrages ist der Vorstand nicht verpflichtet dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.

(6) Das Mitglied, Fördermitglied oder Ehrenmitglied hat Änderungen seines Namens, seiner Adresse sowie seiner E-Mail-Adresse dem Vorstand mitzuteilen. Ansonsten ist der Verein davon befreit dem Mitglied Informationen, Einladungen u.a. zukommen zu lassen. Satz 2 gilt nicht für Schreiben gemäß § 9 I 2, § 10 II und § 12 I 2. Satz 1 gilt auch für die Bankdaten, soweit sie für die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge nötig sind.

(7) Jedes Mitglied, Fördermitglied und Ehrenmitglied hat Anspruch auf Aushändigung eines Exemplars der Satzung in ihrer jeweils aktuellen Version durch den Verein. Wenn der Verein eine eigene Internetseite betreibt, kann er diesem Anspruch durch Bereithalten einer elektronischen Ausgabe zum Download von jener Internetseite genügen.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft bzw. Fördermitgliedschaft endet durch den Tod, Ausschluss, Austritt aus dem Verein oder Streichung von der Mitgliederliste.

(2) Der Austritt erfolgt durch Erklärung per Brief gegenüber den Vorstand. Bei beschränkt Geschäftsfähigen, insbesondere Minderjährigen, ist die Austrittserklärung auch von dem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erklärt werden, wobei eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten ist. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es auf deren Zugang an.

(3) Wenn ein Mitglied, Fördermitglied bzw. Ehrenmitglied schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt, kann es durch Beschluss des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied, Fördermitglied bzw. Ehrenmitglied Gelegenheit zur mündlichen oder Stellungnahme in Textform geben. Der Beschluss des Vorstandes ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied, Fördermitglied bzw. Ehrenmitglied nachweisbar zuzusenden. Gegen den Beschluss kann das Mitglied, Fördermitglied bzw. Ehrenmitglied Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses in Textform beim Vorstand einzulegen. Der Vorstand hat binnen eines Monats nach fristgemäßer Einlegung der Berufung eine Mitgliederversammlung einzuberufen, die abschließend über den Ausschluss entscheidet. Hierfür gelten die Fristen des § 9 I.

(4) Ein Mitglied bzw. Fördermitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste bzw. Fördermitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen bzw. Fördermitgliedsbeiträgen oder von Umlagen im Rückstand ist. Die Streichung wird beschlossen, wenn nach der Absendung der 2. Mahnung vier Wochen verstrichen sind und in dieser Mahnung die Streichung angedroht wurde. Der Beschluss des Vorstandes über die Streichung ist dem Mitglied bzw. Fördermitglied in Textform mitzuteilen.

§ 5 Mitgliederbeiträge

(1) Die Mitgliedsbeiträge bzw. Fördermitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge.

(2) Zur Finanzierung besonderer Vorhaben oder zur Beseitigung finanzieller Schwierigkeiten des Vereins können Umlagen erhoben werden.

a) Den Beschluss über die Festsetzung einer Umlage fasst die Mitgliederversammlung.

b) Über die Festsetzung einer Umlage darf nur beschlossen werden, wenn diese in der Einladung zur Mitgliederversammlung gesondert angekündigt wurde.

(3) Höhe und Fälligkeit von Jahresbeiträgen und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt.

(4) Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen und Umlagen befreit.

(5) Der Vorstand kann in Härtefällen Beiträge oder Umlagen ganz oder teilweise erlassen, stunden oder ermäßigen bzw. für eine festgesetzte Zeit in besonderen begründeten Fällen Beitragsfreiheit gewähren. Er hat den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung allgemein über solche Beschlüsse zu informieren. Ebenso kann die Mitgliederversammlung für Gruppen von Mitgliedern Beitragsfreiheit oder einen reduzierten Beitrag beschließen.

§ 6 Organe des Vereins

(1) Organe des Vereins sind der Vorstand, die Mitgliederversammlung und der Regionalleiterausschuss.

§ 7 Vorstand

(1) Der Vorstand des Vereins besteht aus mindestens fünf, höchstens sieben Personen, dem 1. Vorsitzenden,dem 2. Vorsitzenden, dem 3. Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Kassenwart, dem 1. Beisitzer und dem 2. Beisitzer. Die Beisitzer sind optional.

(2) Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich jeweils durch zwei Mitglieder des Vorstandes, ausgenommen den Beisitzern, vertreten. Einer der beiden Handelnden muss einer der drei Vorsitzenden sein.

(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren, gerechnet von der Wahl an, gewählt. Er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen, Wiederwahl ist zulässig. Ein gemeinsamer Stimmzettel zur Wahl des Vorstandes ist nur zulässig, wenn auf ihm jeder Vorstandsposten einzeln gewählt werden kann.

(4) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, so kann der Vorstand einen kommissarischen Nachfolger bis zur nächsten Mitgliederversammlung berufen. Dort hat dann eine Wahl für den Ausgeschiedenen für dessen restliche Wahlperiode zu erfolgen. Eine Kandidatur des kommissarischen Nachfolgers ist möglich.

(5) Die Mitgliederversammlung kann einem Mitglied des Vorstandes auch innerhalb einer Wahlperiode das Vertrauen entziehen, indem sie einen anderen Kandidaten für seinen Posten wählt. Hierzu muss ein entsprechender Antrag mindestens sieben Wochen vorher beim Vorstand eingereicht werden, der ihn in der Einladung zur Mitgliederversammlung ankündigen soll.

(6) Der Vorstand beschließt in Sitzungen, die vom 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 2. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom 3. Vorsitzenden einberufen werden. Eine Tagesordnung braucht nicht angekündigt zu werden. Über die Sitzungen des Vorstandes wird ein Ergebnisprotokoll geführt.

(7) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder.

(8) Ein Vorstandsbeschluss kann auch per Chat, E-Mail und Telefon gefasst werden. Absatz 7 und Absatz 6 Satz 3gelten entsprechend.

(9) Die Mitglieder des Vorstands sind unentgeltlich tätig. Soll den Mitgliedern des Vorstandes eine Vergütung in besonderen Fällen gezahlt werden, so muss die Mitgliederversammlung vorab über die Höhe der Vergütung und den Grund der Vergütung entscheiden.

(10) Die Vorstandsmitglieder sind an die Beschlüsse des Vorstandes gebunden.

§ 8 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung wird vom 1. Vorsitzenden oder von seinem Stellvertreter geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Versammlungsleiter.

(2) In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Fördermitglieder und Ehrenmitglieder können in der Mitgliederversammlung beratend auftreten, haben jedoch kein Stimmrecht.

(3) Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:

a) Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes, Entgegennahme des Kassenberichts und des Berichts der Kassenprüfer, Entlastung des Vorstandes und Genehmigung des Haushaltsplanes für das kommende Geschäftsjahr;

b) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit von Mitgliederbeiträgen und Umlagen sowie Festsetzung von Beitragsfreiheit oder reduzierten Beiträgen für Gruppen von Mitgliedern;

c) Wahl und Berufung der Mitglieder des Vorstandes nach Maßgabe des § 12;

d) Beschlussfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins;

e) Beschlussfassung über die Berufung eines Ausschließungsbeschlusses des Vorstandes;

f) Ernennung von Ehrenmitgliedern.

§ 9 Ordentliche Mitgliederversammlung

(1) Mindestens einmal im Jahr soll die ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen in Textform unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein in Textform bekanntgegebene Adresse oder E-Mail-Adresse gerichtet wurde. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Wenn der Verein eine eigene Internetseite betreibt, muss die Einladung mit der Tagesordnung dort mindestens 4 Wochen vor der Versammlung erfolgen.

(2) Jedes Mitglied kann bis spätestens zwei Wochen vor einer Mitgliederversammlung die Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben. Über Anträge zur Ergänzung der Tagesordnung, die während der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Versammlung.

§ 10 Außerordentliche Mitgliederversammlung

(1) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn ein Fünftel der Mitglieder unter Angaben des Zwecks und der Gründe es beantragt.

(2) § 9 Absatz 1 Sätze 2 bis 4 gelten entsprechend.

§ 11 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde. Sind die Voraussetzungen des § 9 Absatzes 1 erfüllt, ist die Versammlung auch dann ordnungsgemäß einberufen, wenn einzelne Mitglieder die ordnungsgemäß verschickte Einladung nicht erhalten haben.

(2) Die Stimmenabgabe erfolgt durch Handzeichen oder mittels Stimmkarte. Bei der Wahl des Vorstandes, bei Beschlüssen über Satzungsänderungen und über die Auflösung des Vereins wird schriftlich entschieden. Die Beschlussfassung erfolgt im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen. Zur Änderung der Satzung ist jedoch eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche Mehrheit von neun Zehnteln erforderlich. Eine Änderung des Zwecks des Vereins kann nur durch Zustimmung aller Mitglieder beschlossen werden.

(3) Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, dass vom jeweiligen Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§ 12 Die schriftliche Wahl

(1) Der Vorstand bestellt zur Wahl der Vorstandsmitglieder einen Wahlvorstand, bestehend aus 3 Personen, die dem Vorstand nicht angehören dürfen. Für die Vorstandsneuwahlen wird jedem Mitglied ein Stimmzettel und je eine Kurzvorstellung der Kandidaten mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugeschickt. Der Stimmzettel muss den Erfordernissen des § 7 Absatz 3 Satz 4 entsprechen.

(2) Die schriftliche Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt durch die gesamte Mitgliedschaft. Der Stimmzettel muss dem Wahlvorstand spätestens zum Beginn der Mitgliederversammlung vorliegen.

(3) Der Wahlvorstand fordert die Kandidaten für die Vorstandswahlen dazu auf, bis zwei Wochen vor der Einberufungsfrist für die Mitgliederversammlung eine Kurzvorstellung an ihn zu schicken.

(4) Auf der Mitgliederversammlung stellt der Wahlvorstand das Abstimmungsergebnis fest und macht es den dort anwesenden Mitgliedern unverzüglich bekannt. Seine schriftlichen Unterlagen muss der Wahlvorstand nach der Wahl der Mitgliederversammlung vorlegen und dem Schriftführer oder dessen Vertreter aushändigen.

§ 13 Regionalleiterausschuss

(1) Der Vorstand beruft einen Regionalleiterausschuss. Der Regionalleiterausschuss soll aus je zwei Vertretern der einzelnen Regionen, möglichst dem Regionalleiter und einem Vertreter, und mindestens zwei Vorstandsmitgliedern bestehen. Personalunion ist möglich.

(2) Der Regionalleiterausschuss hat die Aufgabe Richtlinien und Maßgaben für die Arbeit in den Regionen zu bestimmen. Der Ausschuss tagt zweimal im Jahr und legt dem Vorstand innerhalb von vier Wochen ein Protokoll vor.

(3) Der Ausschuss entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

(4) Der Regionalleiterausschuss ist gegenüber dem Vorstand weisungsgebunden.

§ 14 Schiedsstelle

(1) Der Regionalleiterausschuss wählt aus seiner Mitte heraus drei Vereinsmitglieder, die nicht Mitglieder des Vorstandes sind, als Schiedsstelle. Zugleich werden zwei stellvertretende Mitglieder, die nicht Mitglieder des Vorstandes sind, gewählt. Sie rücken für ein ordentliches Mitglied der Schiedsstelle nach, wenn dieses an einer von der Schiedsstelle zu entscheidenden Streitigkeit beteiligt ist.

(2) Die Wahl erfolgt alle zwei Jahre während der zweiten Jahrestagung des Regionalleiterausschusses, wobei Wiederwahl zulässig ist. Die Wahl der Schiedsstelle und der stellvertretenden Mitglieder erfolgt mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

(3) Scheidet ein Mitglied der Schiedsstelle aus, so rückt einer der Stellvertreter für die Dauer der Wahlperiode nach. Gibt es keinen Stellvertreter mehr, bleibt der Posten bis zum nächsten Regionalleiterausschuss unbesetzt.

(4) Die Schiedsstelle entscheidet über Streitigkeiten zwischen Vereinsmitgliedern, die auf unterschiedlicher Auslegung der Vereinssatzung beruhen und unmittelbar die Arbeit der streitenden Vereinsmitglieder betreffen. Die Schiedsstelle schlichtet darüber hinaus in Streitigkeiten zwischen Vereinsmitgliedern, die nicht auf der Vereinssatzung beruhen, aber vereinsgefährdend zu werden drohen. Eine Entscheidung trifft sie in diesen Fällen aber nicht.

(5) Ist die Schiedsstelle dauerhaft nicht beschlussfähig, so muss der Vorstand innerhalb von 4 Wochen eine Wahl unter den Regionalleitern durchführen, um den freien Posten der Schiedsstelle zu besetzen. In diesen Fällen kann die Wahl auch per E-Mail erfolgen. Eine solche Beschlussunfähigkeit ist insbesondere dann gegeben, wenn die Anzahl der Mitglieder der Schiedsstelle unter drei fällt, kann aber auch durch längerfristige Abwesenheit von Mitgliedern entstehen, in welchem Fall die Schiedsstelle selber ihre dauerhafte Beschlussunfähigkeit feststellen kann.

(6) Der ordentliche Rechtsweg ist durch die Schiedsstelle nicht ausgeschlossen. Streitigkeiten zwischen Mitgliedern, die mit dem Vereinsleben im Zusammenhang stehen, sollen nicht vor die ordentlichen Gerichte gebracht werden, ohne dass vorher versucht worden ist, die Streitigkeiten durch Vermittlung der Schiedsstelle beizulegen.

§ 15 Regionalgruppen

Neue Regionalgruppen können durch Beschluss des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung gebildet werden. Regionalgruppen können vom Vorstand auf Antrag der betroffenen Regionalgruppen oder durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung mit einer Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder aufgelöst oder zusammengelegt werden. Regionalgruppen sollen aus mindestens 7 Mitgliedern bestehen.

§ 16 Haftung

(1) Der Verein haftet seinen Mitgliedern und Dritten gegenüber nur für vorsätzlich und grob fahrlässig verursachte Schäden. Auch haftet er für Schäden nur insoweit, als dies durch gesetzliche Bestimmungen unabdingbar vorgeschrieben ist. Jede darüber hinausgehende Haftung ist ausgeschlossen.

(2) Jedes Organ, die Mitglieder der Organe des Vereins, der Regionalleitungen und alle, die berechtigt für den Verein tätig sind, haften gegenüber dem Verein und gegenüber den Mitgliedern des Vereins für einen bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten verursachten Schaden nur beim Vorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Dabei gilt es insbesondere als grob fahrlässig, wenn der Vorstand die ihm auferlegten Aufgaben durch Untätigkeit verletzt.

(3) Bei Neuwahl des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung haftet dieser für Geschäfte erst ab dem Tage nach seiner Wahl und nicht für vorherige zugefügte Schäden durch den bisherigen Vorstand.

(4) Die Mitglieder haften dem Verein gegenüber nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten. Schaden.

(5) Sind die Organe oder die in Absatz 2 Satz 1 aufgeführten Personen einem anderen zum Ersatz eines Schadens verpflichtet, den sie bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten verursacht haben, so können sie vom Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen. Satz 1 gilt nicht, wenn der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde.

§ 17 Datenschutz

(1) Der Verein erhebt, verarbeitet und nutzt personenbezogene Daten seiner Mitglieder (Einzelangaben über persönliche und sachliche Verhältnisse) unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen (EDV) zur Erfüllung der gemäß dieser Satzung zulässigen Zwecke und Aufgaben, beispielsweise im Rahmen der Mitgliederverwaltung. Hierbei handelt es sich insbesondere um folgende Mitgliederdaten: Name und Anschrift, Bankverbindung, Telefonnummern (Festnetz und Funk) sowie EMail-Adresse, Geburtsdatum, Herzfehler, Funktion(en) im Verein.

(2) Der Verein hat Versicherungen abgeschlossen oder schließt solche ab, aus denen er und/oder seine Mitglieder Leistungen beziehen können. Soweit dies zur Begründung, Durchführung oder Beendigung dieser Verträge erforderlich ist, übermittelt der Verein personenbezogene Daten seiner Mitglieder [Name, Adresse, Geburtsdatum oder Alter, Funktionen im Verein etc.] an das zuständige Versicherungsunternehmen. Der Verein stellt hierbei vertraglich sicher, dass der Empfänger die Daten ausschließlich dem Übermittlungszweck gemäß verwendet.

3) Im Zusammenhang mit Veranstaltungen kann der Verein personenbezogene Daten und Fotos seiner Mitglieder in seiner Vereinszeitung sowie auf seiner Homepage veröffentlichen und Daten und Fotos zur Veröffentlichung an Print- und Telemedien sowie elektronische Medien übermitteln. Dies betrifft insbesondere Wahlergebnisse sowie bei Veranstaltungen anwesende Vorstandsmitglieder und sonstige Funktionäre. Die Veröffentlichung / Übermittlung von Daten beschränkt sich hierbei auf Vereins- und Regionalgruppenzugehörigkeit sowie Funktion im Verein. Ein Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand der Veröffentlichung von Einzelfotos seiner Person widersprechen. Ab Zugang des Widerspruchs unterbleibt die Veröffentlichung / Übermittlung und der Verein entfernt vorhandene Fotos von seiner Homepage.

(4) In seiner Vereinszeitung sowie auf seiner Homepage berichtet der Verein auch über Ehrungen seiner Mitglieder. Hierbei werden Fotos von Mitgliedern und folgende personenbezogene Mitgliederdaten veröffentlicht: Name, Vereins- sowie Regionalgruppenzugehörigkeit und deren Dauer sowie Funktion im Verein. Berichte über Ehrungen nebst Fotos darf der Verein– unter Meldung von Name, Funktion im Verein, Vereins- sowie Regionalgruppenzugehörigkeit und deren Dauer – auch an andere Print- und Telemedien sowie elektronische Medien übermitteln. Im Hinblick auf Ehrungen kann das betroffene Mitglied jederzeit gegenüber dem Vorstand der Veröffentlichung/Übermittlung von Einzelfotos sowie seiner personenbezogenen Daten allgemein oder für einzelne Ereignisse widersprechen. Der Verein informiert das Mitglied rechtzeitig über eine beabsichtigte Veröffentlichung/Übermittlung in diesem Bereich und teilt hierbei auch mit, bis zu welchem Zeitpunkt ein Widerspruch erfolgen kann. Wird der Widerspruch fristgemäß ausgeübt, unterbleibt die Veröffentlichung/Übermittlung. Anderenfalls entfernt der Verein Daten und Einzelfotos des widersprechenden Mitglieds von seiner Homepage und verzichtet auf künftige Veröffentlichungen/Übermittlungen.

(5) Mitgliederverzeichnisse werden nur an Vorstandsmitglieder und sonstige Mitglieder ausgehändigt, die im Verein eine besondere Funktion ausüben, welche die Kenntnis der Mitgliederdaten erfordert. Macht ein Mitglied geltend, dass er die Mitgliederliste zur Wahrnehmung seiner satzungsmäßigen Rechte benötigt, händigt der Vorstand die Liste nur gegen die schriftliche Versicherung aus, dass die Daten nicht zu anderen Zwecken verwendet werden.

(6) Den Organen des Vereins, allen Mitarbeitern oder sonst für den Verein Tätigen ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als den in diesem Paragrafen genannten Zweck zu verarbeiten, bekannt zu geben, Dritten zugänglich zu machen oder sonst zu nutzen. Diese Pflicht besteht auch über das Ausscheiden der in Satz 1 genannten Personen aus dem Verein hinaus.

(7) Jedes Mitglied hat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes jederzeit das Recht auf

  • Auskunft über seine gespeicherten Daten
  • Berichtigung seiner gespeicherten Daten im Falle der Unrichtigkeit
  • Sperrung der Weitergabe seiner Daten.

(8) Bei Beendigung der Mitgliedschaft werden die personenbezogenen Daten des Mitglieds archiviert. Personenbezogene Daten des austretenden Mitglieds, die Kassenverwaltung betreffen, werden gemäß der steuergesetzlichen Bestimmungen bis zu zehn Jahre ab der schriftlichen Bestätigung des Austritts durch den Vorstand aufbewahrt. Das ehemalige Mitglied hat ein Recht auf Löschung der nicht mehr benötigten Daten.

§ 18 Auflösung des Vereins

(1) Die Auflösung des Vereins erfolgt durch die gesamte Mitgliedschaft in einer eigens dafür einberufenen Mitgliederversammlung. Schriftliche Stimmabgabe hierzu ist möglich. Diese muss dem Vorstand spätestens am Beginn der Mitgliederversammlung vorliegen. Der Stimmzettel wird jedem Mitglied mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugeschickt. Eine Auflösung kann nur mit einer Mehrheit von neun Zehntel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der 1. Vorsitzende zusammen mit dem 2. Vorsitzenden oder dem 3. Vorsitzenden gemeinsame vertretungsberechtigte Liquidatoren.

(3) Das nach der Beendigung der Liquidation vorhandene Vermögen fällt an die Arbeitsgruppe angeborener Herzfehler der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie oder an deren Rechtsnachfolgerin.

(4) Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

Diese Satzung ersetzt die Satzung vom 11. November 1997, zuletzt geändert durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14. März 2009, welche hierdurch aufgehoben wird.

Als Vorstand erklären wir die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Satzung gem. § 71 Abs. 1 BGB.

Torben Geier, 1. Vorsitzender
Roland Keuchen, 2. Vorsitzender

JEMAH

Kontakt

Bundesvereinigung Jugendliche und Erwachsene
mit angeborenem Herzfehler e. V.

Geschäftsstelle
An der Heide 12
15366 Hoppegarten

Telefon: 0162 6280962
E-Mail: info@jemah.de

Veranstaltungen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen