Theresa L.

Geboren mit einem schweren Herzfehler – trotzdem voller Leben.

Komponistin. Künstlerin. Kämpferin.

Theresa veröffentlicht ihre Kompositionen unter dem Namen „Pianoresa“ auf Spotify und YouTube. Ihre Improvisationen am Klavier sind emotional, authentisch – ein Spiegel ihrer Seele. Die Musik durchzieht ihr Leben, ist ihr Anker, ihr Ausdrucksmittel, ihre Form der Selbstheilung.

Eine musikalische Familie

Theresa wuchs als jüngste von drei Töchtern in einer liebevollen, kreativen Umgebung auf. Ihre Eltern – ein abenteuerlustiger Deutscher und eine temperamentvolle Spanierin – verliebten sich im Urlaub, trotzten der Distanz von 2.350 Kilometern und gründeten eine Familie.

Ihr Vater ist Klavierlehrer. Die Musik durchzog das Haus, das Klavier wurde zu Theresas Begleiter. Schon früh begann sie zu improvisieren, zu komponieren, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Traurigkeit, Angst, Unsicherheit fanden ihren Weg in die Tasten – die Musik war mehr als ein Hobby, sie war Therapie.

Herausforderungen und Rückschlag

Theresas Kindheit war geprägt von Einschränkungen. Das Toben auf dem Schulhof, das Rennen, das Spielen – all das blieb ihr verwehrt. Mit zwölf Jahren wechselte sie zum Hausunterricht. Das Zuhause wurde zum Lebensmittelpunkt, aber auch zum Rückzugsort. Freunde verlor sie, soziale Kontakte brachen weg – doch Familie und Musik blieben.

2022 dann der große Rückschlag: Ein Abszess im Kopf führte zu einer Operation. Die Folge: eine halbseitige Lähmung. Ihr erster Gedanke galt nicht dem Laufen, sondern dem Klavierspielen. Die Aussicht, ihre Leidenschaft zu verlieren, traf sie tief.

Der Weg zurück

Doch schon wenige Tage nach der Operation zeigte sich die erste Bewegung in der Schulter. Mit großer Unterstützung ihres Vaters und einer engagierten Physiotherapeutin kämpfte sie sich Schritt für Schritt zurück: Laufen, Schreiben, Essen – und schließlich das Klavierspielen.

Es war ein langer Prozess, begleitet von Zweifeln, Rückschlägen und kleinen Erfolgen. Heute spielt Theresa wieder Klavier – vielleicht noch nicht auf dem alten Niveau, doch die Musik gehört wieder zu ihrem Leben.

Lebensmotto

Ihr Weg zeigt: Es geht nicht nur darum, alte Ziele zu erreichen. Es geht darum, den Weg selbst wertzuschätzen, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und die Freude darin zu bewahren.

Die ganze Wahrheit

Was viele nicht wissen: Theresa wurde mit einer Aortenisthmusstenose, einem Ventrikelseptumdefekt und einer pulmonalen arteriellen Hypertonie geboren. Bereits mit vier Monaten musste sie am Herzen operiert werden. Die Prognose war ernüchternd: geringe Lebenserwartung. Ihre Eltern entschieden sich, diese Prognose nicht hinzunehmen – sie wählten den Weg der Hoffnung.

Ihre Kindheit war geprägt von gesundheitlichen Einschränkungen, Klinikaufenthalten, der ständigen Begleitung durch medizinische Kontrollen. Die Krankheit stand nie im Mittelpunkt – aber sie war immer da. Mit zwölf Jahren war ihr Alltag so eingeschränkt, dass Hausunterricht notwendig wurde. Der Rückzug war nicht gewollt, sondern notwendig.

Trotz aller Herausforderungen fand Theresa ihre Stimme – am Klavier. Die Musik half ihr, mit allem umzugehen. Und auch nach dem Abszess 2022 fand sie wieder zurück – zur Musik, zum Leben, zu sich selbst.

Theresa hat das alles erreicht – trotz allem.