Drei Mentoren, 22 Jugendliche, ein See in Hessen und ganz viel Herz. Beim Herztreffen von Fontanherzen haben wir erlebt, wie stark junge Menschen mit angeborenem Herzfehler sind, wenn sie sich begegnen dürfen.
Wir von JEMAH e.V. waren zu Gast am Silbersee in Hessen. Eingeladen hat uns unser Kooperationspartner Fontanherzen e.V. Drei von uns – im Alter von 39, 43 und 44 Jahren – sind als Mentorinnen und Mentoren mit dabei gewesen. Wir haben 22 Jugendliche zwischen 13 und 22 Jahren begleitet. Alle leben mit einem angeborenen Herzfehler. Wir auch.
Untergebracht waren wir in einer Holzhütte direkt am Wasser. Das klingt nach Ferienlager. Und das war es auch – ein bisschen. Aber es war mehr als das.
Reden, lachen, verstanden werden
Am wichtigsten war das, was zwischen den Programmpunkten passiert ist. Wenn jemand sagt: „Ich war auch oft im Krankenhaus.“ Oder: „Ich kenne das Gefühl, anders zu sein.“ Plötzlich merken Jugendliche: Ich bin nicht allein. Es gibt andere, die das Gleiche erlebt haben. Das tut gut. Das macht Mut.


Wir haben über viele Themen gesprochen. Über die Schule. Über Sport. Über Ängste vor dem Arzt. Über Medikamente. Über die Frage: „Wie wird mein Leben?“ Über Freundschaften, Familie und den Wunsch, einfach mal ganz normal zu sein.
Kreativ sein, Spaß haben, zusammen wachsen
Neben den Gesprächen haben wir viel gemacht: Wir haben mit Ton gearbeitet und kleine Figuren geformt. Wir haben gemalt und Texte geschrieben. Wir haben zusammen Minigolf gespielt und gelacht. Abends saßen wir um ein Lagerfeuer am See. Es gab Vorträge, Diskussionen und Spiele. Alle konnten mitmachen – niemand musste.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden haben wir außerdem ein Blumenbeet in Herzform angelegt. Ein sichtbares Zeichen dafür, worum es bei diesem Wochenende ging: ums Herz. Und um das, was wir daraus wachsen lassen können.
Warum wir das machen
JEMAH steht für „Junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler“. Unser Mentorenprogramm verbindet junge Menschen mit erwachsenen Vorbildern, die selbst mit einem Herzfehler leben. Wir wissen, wie es sich anfühlt. Wir können zuhören, Tipps geben und Mut machen – bei Themen wie Schule, Ausbildung, Arztbesuchen, Partnerschaft oder Zukunftsplänen.
Genau das haben wir am Silbersee getan. Und wir haben gemerkt: Dieses Angebot wirkt. Jugendliche gehen gestärkt nach Hause. Eltern wissen ihr Kind gut begleitet. Und wir Mentoren nehmen genauso viel mit, wie wir geben.
Gemeinsam stärker: JEMAH und Fontanherzen
Solche Wochenenden sind nur möglich, weil wir zusammen mit starken Partnervereinen arbeiten. Fontanherzen e.V. setzt sich für Kinder und Jugendliche mit der Fontan-Zirkulation ein. JEMAH e.V. begleitet junge Erwachsene mit angeborenem Herzfehler. Wenn beide Welten zusammenkommen, entsteht genau das, was Familien brauchen: ein Netz, das trägt.


Du möchtest mehr erfahren?
- Mehr zum Mentorenprogramm von JEMAH e.V.: www.jemah.de/mentorenprogramm
- Mehr zu den Herztreffen von Fontanherzen: fontanherzen.de
Ob als Jugendlicher, als Familie oder als erwachsener Mentor mit eigener Herz-Geschichte: Du bist willkommen. Schreib uns gerne.
