Wir, der Bundesverein Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler e.V.
(JEMAH e.V.), nehmen Abschied und trauern um unser ehemaliges und langjähriges
Vorstandsmitglied
Torben Geier
Torben trat 1999 in unseren Verein ein und wurde 2001 in den Vorstand gewählt. Bis zu
seinem Rückzug vom Verein im Jahr 2018 hatte er verschiedene Vorstandspositionen inne.
Unter seinem 1. Vorsitz von 2005 bis 2017 fand die erste Umstrukturierung nach der
Vereinsgründung 1997 statt. Außerdem wurden regional gegründete JEMAH-Gruppen (die
Vorgänger der heutigen Regionalgruppen) in die Vereinsstruktur eingebunden. Torben war ein
Netzwerker, der gut zuhören, mit Menschen reden und diese zusammenführen konnte.
Dadurch gelang es dem Verein, Kontakte zu anderen nationalen, europäischen und
internationalen Selbsthilfeorganisationen, Ärzten und medizinischen Fachverbänden zu
knüpfen und zu festigen. Durch sein Wirken ist es dem Verein gelungen, aus den
Kinderschuhen herauszuwachsen und erwachsen zu werden. Dies wurde insbesondere 2007
auf dem Symposium zum Thema Transition anlässlich des 10-jährigen Vereinsjubiläums
deutlich. Es war das erste Symposium dieser Art, welches sich über alle Fachgruppen hinweg
mit der EMAH-Thematik auseinandersetzte.
Wer Torben begegnet ist, hat ihn vermutlich als einen eher ruhigen und zurückhaltenden
Menschen erlebt, der Situationen zunächst beobachtete, bevor er sich selbst eine Meinung
bildete und einbrachte. Nur wenigen gelang es, ihn auch von einer anderen Seite
kennenlernen zu dürfen. Einer Seite, auf der er mit Hingabe und Treue an Themen arbeitete,
die ihm am Herzen lagen. Einer Seite mit Humor und vielen Ideen. Und einer Seite mit
unerschütterlicher Konsequenz; diese ließ ihn 2018 dem Bundesverein JEMAH e.V. den
Rücken kehren und sich auf einer Nordseeinsel in sein Arbeits- und Privatleben zurückziehen.
Torben ist im Dezember 2025 leider viel zu früh verstorben. Unser Mitgefühl und unsere
Anteilnahme gilt seiner gesamten Familie, seinen Freunden und allen Wegbegleitern.

